Bei mir Dahoam

Die Pfarrkirche St. Michael im Bergsteigerdorf Sachrang

Für mich ist die Pfarrkirche St. Michael hier in Sachrang ein gaaanz wundervolles Bauwerk.

Nicht nur wegen ihrer wichtigen sozialen, kulturellen und historischen Bedeutung, sondern gerade auch wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit. Ob innen oder außen - Sie ist einfach eine Pracht und somit eines meiner Liebligsmotive. Alleine wie Sie da steht ... ob in wärmendes Sonnenlicht gekleidet, ob vom tief herbstlichen Nebel umhüllt, unter den Sternen der Milchstraße, von Sternschnuppen und Kometen gegrüßt, tief verschneit in Stader Zeit, mitten drin in einer seltenen winterlich eisigen Lichtsäulen-Kathedrale, wenn die toll restaurierte Turmzwiebel im Sommerregen glänzt ... schaut bei meinen zahlreichen Buidln einfach selbst!

Somit bekommt Sie bei uns zwei Buidlbuam eine eigene Seite!

Erntedank geschmückt ...

Unsere Pfarrkirche in Sachrang ... ja schau einer an, da hat man uns "vor einigen Jahren" wohl eine der beeindruckendsten kunsthistorischen Landkirchen gebaut, die ein Bayernlände zu bieten hat. "Italienische“ Stilphase bayerischer Barockkunst - so die Bezeichnung der Bauart aus der Epoche im späten 17. Jahrhundert. Kunst und Architektur wurden damals im Kurfürstentum Bayern von italienischen und Graubündner Architekturikonen, Stuckateure und Künstler geprägt. "Vor einigen Jahren" - ganz genau 1687 wurde der Grundstein für`s "neue" Gotteshaus gelegt. "Neues" Gotteshaus deswegen, weil die ursprüngliche mittelalterliche Kirche Sachrangs aus romanischer Zeit stammend zu klein und zudem massiv baufällig war. Noch im Herbst 1687 wurde der neue Rohbau fertig. 1688 ging es schon an den Innenausbau und am 31. August 1689 nahm schließlich der Fürstbischof von Chiemsee, Sigmund Ignaz Graf Wolkenstein, die Konsekration der Michaelskirche vor. Bis heute wurde die Kirche mehrfach restaurierte, wobei man aber nie wesentliche Veränderungen vorgenommen hat. Daher ist sie weitgehend erhalten und ein Juwel alter Zeiten. 


Pfarrkiche St. Michael in Sachrang - Errichtet nach den Plänen von Giovanni Gaspare Zuccalli und Lorenzo Sciasca.


Über die Jahre vom Buam herausgefunden ...

Bei meinen vielen fotografischen Erkundungen rund um die Kirche stellte ich fest ... wir liegen ja hier im südlichen Teil vom Priental. Es gibt eine Phase im Jahr, wo Strahlefräulein Klärchen morgens durch die umrahmenden Berge blinzelt und mit ihren ersten wärmenden Strahlen für`s Tal - oben am Kreuz anfangend die Kirche Minute um Minute weiter und weiter ausleuchtend - für kurze Zeit fantastisch strahlend im vollen Glanz in den Mittelpunkt des Tales und Sachrang setzt. Da muss aber selbst beim Wetter alles passen! Viele Jahre drauf gewartet, immer wieder versucht ... Ich konnte diesen unglaublichen, nicht wirklich langen Moment bis jetzt ein mal erleben. Er ist sooo unbeschreiblich schön - Gänsehaut pur!

Morgens ... Strahlefräulein Klärchen fängt ganz oben an der Spitze vom Kreuz an und während Sie am Himmel weiter empor steigt wandern ihre Strahlen Stück für Stück die Kirche herunter, bis das Sie als einziger Lichtpunkt in vollster Pracht glänzt.

Dabei stellt sich mir eine Frage! War das den Erbauern grundlegend bekannt!?


Und nun viele fotografische Momente ...

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