Superzellen

Hierbei handelt es sich um die Königsklasse der Gewitterbildungen. Ich nenne sie gerne allein schon ihrer imposanten Erscheinung wegen "Ihre Majestät" der Wetterküche. Bildet sich eine Superzelle, wettert sie zumeist wenige Stunden auf ihrer Zugbahn ab. In selteneren, dann zumeist aber heftigen Fällen, wütet sie durchaus auch bis zu 12Stunden und hinterlässt auf längerer Zugbahn entsprechende Schäden. Starkregen bis hin zu regelrechten Sturzfluten, Hagel bis hin zum Großhagel und starke Winde in Form von Downbursts bis hin zum Tornado werden hierbei zum Thema.

 

Weiter Erklärungen zum Thema folgen ...


18.05.2024 Eine kleine aber toll ausgeprägte Mesozyklone (Superzelle) rotierte am Abend über das südliche Rosenheimer Vorland. Gegen 16.30Uhr gestartet als kleiner Schauer beim Hahntennjoch in den Lechtaler Alpen. Somit ist es eine Lechtalerin. Gegen 18.30Uhr auf Höhe Oberammergau / südlich Murnau am Staffelsee zündete der kleine Schauer durch, wuchs schnell und bildete eine für Superzellen typische Radarzeichnung aus. Zwischen Hausham und Bad Feilenbach wurde der Mesozyklonen Index bis in den obersten Bereich tangiert. Sie erreichte den Gefahrenstatus Rot.


06.05.2024 Die Eröffnung der Gewittersaison 2024 hier daheim über dem Chiemgauer Ländle

Heuer im Jahr war deutliche Überwärmen schon ab dem Februar ein großes Thema.

Der Frühling verlagerte sich noch weiter im Jahr nach vorne und so gab es über Deutschland schon sehr frühzeitig einige Gewitterlagen. Aber wir hier über Südost hielten uns bis dato zumeist aus diesen raus. Erste Gewitterlagen fanden hier keine wirklich guten Voraussetzungen, um sich zu bilden und abzuwettern. Gründe dafür waren zum Beispiel ...

- Durch immer wieder sich einstellende Südströmungen mit anhaltend starken Föhnlagen, welche die Luft über der Großregion sehr trocken hielten

- Saharastaub, der immer wieder für deutliche Trübungen und daraus zum Teil großflächig sich ausbildende Wolkenflächen (Saharastaubpartikel können die Funktion als sogenannte Kondensationskeime übernehmen) sorgte und so die für Gewitter wichtige Energie gewinnende Einstrahlung minderte.

Aber irgendwann stimmten dann auch hier überm Ländle Südost die Grundlagen und die Saison wurde gestartet. Und da man sich ja noch nicht wirklich daran beteiligt hatte, meinte man wohl uns gleich ein besonders imposantes Schmankerl zu schicken.

 

Die beiden Buidlbuam packten also ihre 7 ... äh, 120 Sachen und possitionierten sich wie immer fast perfekt am üblichen Beobachtungspoint im direkten Vorland.

Hier nun einige erste Bilder dieser Wetterveranstaltung